EUDR (EU-Entwaldungsverordnung)

EUDR-EU-Abholzungsverordnung

Lieferketten ohne Entwaldung schaffen

Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) ist ein Handelsgesetz, das verhindern soll, dass Produkte, die mit Entwaldung in Verbindung stehen, auf den europäischen Markt gelangen. Unternehmen müssen nachweisen, dass regulierte Rohstoffe wie Rinder, Leder, Kakao, Kaffee, Palmöl, Kautschuk, Soja und Holz legal produziert und entwaldungsfrei sind. Dieser Nachweis muss durch Rückverfolgbarkeits- und Geolokalisierungsdaten gestützt werden.

Die EUDR gilt ab 30. Dezember 2026 für mittlere und große Unternehmen sowie ab 30. Juni 2027 für Kleinst- und kleine Marktteilnehmer. Ab diesen Zeitpunkten müssen Unternehmen belegen, dass ihre Produkte nicht mit Entwaldung oder Waldschädigung verbunden sind.

Frühzeitiges Mapping der Lieferkette ist entscheidend für die Einhaltung der EUDR.
Produkte aus Anhang I, die aus betroffenen Rohstoffen hergestellt werden, gelten als nicht konform, wenn sie von Flächen stammen, die nach dem 31. Dezember 2020 entwaldet wurden.

EUDR-Entwaldung: Erfüllung der Verbrauchererwartungen

64 %
der Verbraucher erwarten, dass Nachhaltigkeitsinformationen von unabhängiger Seite überprüft werden und nicht nur auf Eigenangaben beruhen.
80 %
der Käufer erwarten von Unternehmen, dass diese sicherstellen, dass Holz- und Papierprodukte nicht zur Entwaldung beitragen.
5 Mio
Hektar Wald gingen zwischen 2010 und 2020 jedes Jahr verloren, schneller als die Wiederaufforstung.
EUDR (EU-Verordnung zur Entwaldung)

Auf wen trifft die EUDR zu?

Die EUDR gilt für Marktteilnehmer, die erstmals relevante Rohstoffe oder Produkte auf dem EU-Markt in Verkehr bringen. Nachgelagerte Marktteilnehmer und Händler müssen keine separaten Sorgfaltserklärungen mehr einreichen. Lediglich die ersten nachgelagerten Marktteilnehmer sind verpflichtet, die Referenznummer der ursprünglichen Erklärung aufzubewahren und weiterzugeben.

Die sieben wichtigsten Rohstoffe, die unter Anhang I der Verordnung fallen, sind:

  • Kautschuk: Naturkautschuk, Luftreifen, Schläuche, Förderbänder und Bekleidung aus Naturkautschuk.

  • Rinder: Lebende Rinder, Rindfleisch (frisch, gekühlt, gefroren), Leder.

  • Holz: Brennholz, Holzkohle, Schnittholz, Sperrholz, Holzmöbel und Druckerzeugnisse (Zellstoff- und Papierprodukte).

  • Ölpalme: Rohes Palmöl, Palmkernöl, Palmölkuchen und bestimmte oleochemische Derivate (z. B. Palmitinsäure)

  • Soja: Sojabohnen, Sojabohnenmehl und -schrot, Sojabohnenöl und Ölkuchen.

  • Kakao: Bohnen, Butter, Pulver und Schokolade sind im Geltungsbereich enthalten.

  • Kaffee: Umfasst geröstete und ungeröstete Bohnen und Schalen.

Ein strukturierter Ansatz zur EUDR-Compliance

So werden Sie EUDR-konform

SUPPLIERASSURANCE, die Plattform von NQC für das Risikomanagement in der Lieferkette, unterstützt Unternehmen beim Aufbau entwaldungsfreier Lieferketten. Die Plattform hilft Ihnen, Risiken frühzeitig zu erkennen, Lieferanten zu bewerten und gezielte Korrekturmaßnahmen umzusetzen, damit Sie die Anforderungen der EUDR zuverlässig erfüllen.
Bestimmen

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Bestimmen Sie Rohstoffe, Lieferanten und Regionen, die in den Geltungsbereich der EUDR fallen. SUPPLIERASSURANCE nutzt HS-Codes, Lieferantenrollen und Geolokalisierungsdaten, um risikoreiche Bereiche in Ihrer Lieferkette hervorzuheben.

Bewerten

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Bewerten Sie die Praktiken und Nachweise Ihrer Lieferanten auf Übereinstimmung mit den EUDR-Anforderungen. Die Plattform kombiniert Kartierung, Bewertungen und Fernüberwachung (einschließlich Satellitenbildern), um zuverlässige Risikoprofile zu erstellen.

Mindern

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Ergreifen Sie Maßnahmen, um Risiken durch gezielte Einbindung, Korrekturmaßnahmen und Zusammenarbeit mit Lieferanten anzugehen. Verfolgen Sie die Korrekturmaßnahmen und sammeln Sie die erforderlichen Nachweise für Sorgfaltserklärungen und EU-Berichterstattung.

Häufig gestellte Fragen zur EUDR

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Aufbau entwaldungsfreier Lieferketten

Die EU-Verordnung zur Entwaldung soll transparente, nachhaltige Lieferketten schaffen. Unser Leitfaden führt Sie durch die Verordnung, ihren Geltungsbereich und zeigt Ihnen, wie Sie Risiken in Ihrem Lieferantennetz erkennen und mindern können.

Häufige Fragen

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